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Riot Grrrls strike back – Empowerment gegen den sexistischen Backlash

Wer kennt die Situation nicht? Am Kickertisch in der Kneipe stehen mal wieder nur Typen, die alle mehr oder weniger auf dem gleichen Niveau, ihr Können unter Beweis stellen. Raum um sich auszuprobieren entsteht da meist nur, wenn Frau* ihn sich einfordert.

Wir nehmen den Frauen*kampftag am 8. März zum Anlass, uns diesen Raum zu nehmen! Mit einem Tischkicker-, einem Parcours- und einem DJing-Workshop für Frauen* empowern wir uns selbst.

In den weiteren Workshops wollen wir uns mit den aktuellen Kämpfen für und gegen Frauenrechte in Deutschland, Polen und – mit dem Film „Abortion Democracy“ – auch in Südafrika auseinandersetzen.

Die Workshops finden an unterschiedlichen Orten in Brandenburg statt. Zu den theoretischen Veranstaltungen ist jede*r eingeladen, die praktischen Workshops richten sich an Frauen Lesben Trans Inter* only.

Hier alle Termine:

31. März 16:00 – Parkour-Workshop – Oranienburg

>> Warum sind manche Workshops nur für FLTI*?
Dass Frauen und Männer sich unterschiedlich verhalten, wissen wir nicht erst seit so Langweilern wie Mario Barth. Dieses unterschiedliche Verhalten ist aber nicht, wie die meist männlichen „Comedians“ gern behaupten, unveränderbar angeboren, sondern eine Folge von Sozialisierung. Will heißen: Seit Jahrhunderten wird Jungs beigebracht, nicht über Gefühle zu reden, ehrgeizig zu sein usw.. Mädchen hingegen sollen hübsch sein und nicht aufmucken. Ihnen werden Räume in der Gesellschaft zugewiesen: Männer stehen unter Erfolgsdruck in der Berufswelt, Frauen sind Versagerinnen oder zu egoistisch, wenn sie keinen Mann gefunden und eine Familie gegründet haben. Wer gegen diese Rollenbilder verstößt, gilt jeweils als schwach oder zickig. So ist es schwer, aus dieser Sozialisierung auszubrechen, vor allem gegenüber einer Gruppe. Deshalb ist es für Frauen* manchmal einfacher, etwas zu erlernen oder sich einzubringen, wenn keine männlich sozialisierten Personen anwesend sind. Einen Freiraum nur für FLTI* zu schaffen, kann daher helfen, selbstbewusster in offene Räume zu treten.
Und noch was: Wir schreiben hier von Frauen* – mit Sternchen. Das bedeutet, dass wir anerkennen, dass auch Menschen, die sich schon immer als Frau fühlten, aber nicht als solche anerkannt wurden, ähnliche Diskriminierungserfahrungen machen wie Frauen, die von der Gesellschaft auch für welche gehalten werden. Langfristig wünschen wir uns die Auflösung des zweigeschlechtlichen Denkens, sodass kein Charakter mehr nach Kategorien sortiert und mit Vorurteilen belegt wird.

02. März 19:00 – Rechtsruck und Abtreibungsrecht in Polen

Gespräch mit Aktivistinnen – Potsdam 
Spartacus, Friedrich-Engels-Str. 22
Referentinnen: Alicja von Dziewuchy Dziewuchom Berlin

 

Seit 2015 in Polen die rechtskonservative PiS-Partei an der Macht ist, werden Frauenrechte angegriffen, insbesondere reproduktiver Art, wie das Recht auf Verhütung und Schwangerschaftsabbruch.  Deshalb haben wir Aktivistinnen von Dziewuchy Dziewuchom Berlin eingeladen, um uns und euch über die Situation in Polen zu informieren und darüber zu reden, was zu tun ist gegen reaktionäre Kräfte die unsere sexuelle Selbstbestimmung einschränken wollen.

03. März 19:00 – Einführung Feminismus

Schwedt, 
Mehr-Generationen-Haus, Bahnhofsstraße 11b
Referentin: Claudia Sprengel
Gibt es nicht eigentlich schon Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern? Warum reden wir dann immer noch so oft von Sexismus? Brauchen wir den Feminismus noch oder ist er längst überholt? Was ist das überhaupt? Sind „Mann“ und „Frau“ nicht sowieso nur soziale Konstrukte? Es gibt kaum jemanden, dem diese Fragen egal sind und fast jeder hat eine Meinung dazu und das obwohl sich kaum jemand wirklich darüber informiert was Feminismus eigentlich ist und will. 
Darum wollen wir ein grundlegende Einführung geben was Feminismus ist, wo er her kommt, wie er sich entwickelt hat, was die Grundideen sind. Natürlich wollen wir  auch einfach ein paar Fragen klären und mit Mythen aufräumen. 

07. März 18:00 – Kicker-Workshop

Brandenburg a.d.H., HdO, Magdeburger Str. 15
Wir fordern heraus! Aber um sich beim Kickern durchsetzen zu können, braucht es mehr als ein kurzes Klopfen auf den Spielfeldrand. Wir erklären euch alle Grundregeln und kleine Strategien. Im Haus der Offiziere gibt es mehrere Kickertische, an denen ihr das Erlernte auch gleich üben könnt – bis die Jungs in der Kneipe eines Tages nicht mehr überrascht sind, von einer Frau* geschlagen zu werden!

10. März 19:00 – Abortion Democracy (Film)

Eberswalde, Bürgerbildungszentrum Amadeu Antonio, Puschkinstr. 13

Anschließend Gespräch mit Regisseurin Sarah Diehl
Während Polen seit 1993 dank massiver Einflussnahme durch die Kirche eines der restriktivsten Abtreibungsgesetze hat, gibt es in Südafrika seit 1997 eines der liberalsten Gesetze zum Schwangerschaftsabbrüchen weltweit. Der Film „Abortion Democracy“ vergleicht die politischen, legislativen und gesellschaftlichen Entwicklungen bezüglich des Schwangerschaftsabbruchs in den Ländern Polen und Südafrika. Anhand der jeweiligen Entwicklungen wird sehr deutlich, wie bestimmte Demokratisierungsprozesse die  Wahrnehmung von Frauenrechten bezüglich ihrer Selbstbestimmung und körperlicher  Integrität beeinflussen.
Der Film gibt anhand von Interviews mit Aktivistinnen, Gesundheitspersonal und betroffenen Frauen einen Überblick auf internationale Verhältnisse in Bezug auf den Schwangerschaftsabbruch und stellt die Zugänglichkeit zu sicheren und legalen Abbrüchen in den Kontext von Ökonomie, gesellschaftliche Moralvorstellungen, sozialen Zwängen, Durchsetzung von Bürgerrechten und hinterfragt gesellschaftliche Vorannahmen über die Reproduktionsarbeit von Frauen.
„Abortion Democracy“ ist auf polnisch mit englischen Untertiteln und dauert 51 Minuten. Anschließend haben wir die Gelegenheit, mit der Regisseurin, Sarah Diehl, ins Gespräch zu kommen.

15. März 19:00 – DJ*ane-Workshop

Potsdam, Spartacus, Friedrich-Engels-Str. 22
Wolltest Du schonmal eine Party/ein Konzert organisieren und wusstest nicht, was Du mit dem Tonequipment machen sollst? Hier ist Deine Chance! Du wirst lernen, wie eine kleine PA aufgebaut wird, wie die einzelnen Geräte benutzt werden, wie Kabel und Stecker heißen und dass es vielleicht auch nicht so wichtig ist mit Fachbegriffen um sich werfen zu können. Der Workshop richtet sich an Leute, die bisher noch keine oder wenig Erfahrungen haben.
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Did you ever want to organize a party/concert and did not know how to use the sound equipment? Here is your opportunity! You will learn how to set up a small pa, how to use the different devices, specific names of cables and plugs and that the goal is not to impress with technical terms. The workshop is for people who don’t have any experience.
For FLTI* only!

21. März 18:00 – Zum Antifeminismus der Neuen Rechten und Gegenstrategien

Brandenburg a.d.H., Haus der Offiziere, Magdeburger Str. 15

Referentin: Tanja Zorn  (Interventionistische Linke Berlin)

Die AFD war schon antifeministisch, bevor sie hemmungslos rassistisch wurde. Damit zeigt sich ein zentrales ideologisches Moment, das sowohl die Neue, konservative, als auch die extreme Rechte eint. Die Keimzelle ihrer nationalen und kulturellen Identität stellt die traditionelle, heterosexuelle Kleinfamilie dar, allen anderen Lebensentwürfen wird häufig die Berechtigung abgesprochen. Besonders der Queerfeminismus wird dadurch zur Angriffsfläche, da er vielfältige Familien- und Lebenskonzepte entwirft und an tradierten Vorstellungen rüttelt. Seit ihrer Gründung kämpft die AFD gegen „Genderismus“, „Frühsexualisierung“ und allgemein gegen emanzipatorische Errungenschaften. Zudem pflegt sie gute Kontakte in das Milieu der christlichen Rechten. Trotz der wesentlichen Bedeutung des Antifeminismus für die Neue Rechte wird sich von linker Seite hauptsächlich an ihrem Rassismus abgearbeitet und selten feministische Perspektiven im Kampf gegen sie eingebracht. Dabei bietet gerade diese Auseinandersetzung Potentiale zu feministischem Widerstand und neuen feministischen Allianzen.

Unsere Antwort: Feminismus!

31. März 16:00 – Parkour – Oranienburg Treffpunkt: Bahnhof

Wege gibt es nicht nur da, wo der Bebauungsplan sie vorsieht! Bei Parkour könnt ihr lernen, kleine und größere Hindernisse in der Stadt zu überwinden, ohne euch gleich irgendwas zu brechen. Egal ob ihr eure Angst vor Bewegung verlieren, beim nächsten Naziaufmarsch schneller zur Route kommen oder Urban Ninjas werden wollt – macht mit und empowert euch selbst! Parkour ist eine Bewegungskunst, bei denen Frauen* kaum präsent sind. Das muss nicht sein. Der Kurs soll einen kleinen Einblick für Anfängerinnen bieten. Er findet draußen statt, also zieht euch warm, aber bequem an.

Da türmt doch glatt der Fraktionschef – Linksjugend genervt von Ralf Christoffers Fürsprache für die Garnisonkirche

Wie den Medien zu entnehmen ist, sind Teile der Partei DIE LINKE für den Wiederaufbau der Garnisonkirche offen. Die Linksjugend [’solid] Brandenburg bleibt dabei: die Garnisonkirche wieder aufzubauen wäre ein (stolze 88 Meter!) großer Fehler.

Wiederholt seien dabei zwei Argumente:
Erstens ist es äußerst unwahrscheinlich, dass die Kirche genutzt wird. In Brandenburg erklären sich nämlich nur ca. 20 % der Bevölkerung einer christlichen Religion zugehörig und die Zahl der Kirchengänger_innen sinkt seit Jahren. Es gibt also gar keinen Bedarf an neuen Kirchen.

Vor allem gibt es aber – zweitens – definitiv keinen Bedarf an einer Militärkirche. „Von einer selbst erklärten Friedenspartei wie der LINKEN muss, gerade in Zeiten der Aufrüstung, ein kritischer Blick und ein klares Signal erwartet werden.“ sagt Tina Lange vom Landessprecher_innenrat der Linksjugend [’solid] und erklärt: „Dass sich die Fraktionsspitze vollkommen grund- und argumentationslos über Beschlüsse der Partei vor Ort und über den erklärten Willen eines Großteils ihrer eigenen Wähler_innenschaft in Potsdam hinwegsetzt, spricht nicht für ihre politische Vertretungskompetenz.“
Hinzu kommt, dass der Wiederaufbau der Kirche aus privaten Spendenmitteln bis heute nicht mal im Ansatz realisiert wurde. Vermutlich wird auch nie mehr als eine Bauruine entstehen, außer die öffentliche Hand (Bund, Land und Stadt) gibt weitere immense Mittel in dieses Projekt. Und das trotz eines erfolgreichen Bürgerbegehrens gegen die Garnisonkirche.

„Egal welches Konzept auf den Tisch gelegt wird: Ein Wiederaufbau ist ein Wiederaufbau und aus einer Militärkirche kann man keine Friedenskirche zaubern.“ fügt Iris Burdinski, ebenfalls Mitglied im Landessprecher_innenrat, hinzu. Es ist für die Linksjugend [’solid] Brandenburg absolut nicht nachvollziehbar, warum sich ausgerechnet die Fraktion DIE LINKE zum Steigbügelhalter erzkonservativer Militarisierungsfans machen will. Es kann und darf keine Versöhnung mit dem deutschen Faschismus, dessen Symbol auch diese Kirche ist, geben.

Die Linksjugend [’solid] Brandenburg ist und bleibt daher solidarisch mit der Bürgerinitiative Potsdam Ohne Garnisonkirche und verweist auf deren hervorragend recherchierte Argumente.

Stellenausschreibung: Jugendkampagnenkoordinator_in

Der Landessprecher_innenrat (LSpR) der Linksjugend [’solid] Brandenburg sucht zum 01. März 2017 eine_n Mitarbeiter_in für die Koordinierung der Kampagne des Verbandes zur Bundestagswahl 2017.
Bewerber_innen sollten sich mit den politischen Zielen der Linksjugend [’solid] identifizieren. Der Arbeitsort ist Potsdam; eine sachbezogene Einarbeitung wird garantiert.

Wir bieten Dir bis zum 31. Oktober 2017 eine befristete Stelle mit einer Arbeitszeit von durchschnittlich 10 Stunden pro Woche unter flexibler Einteilung der Arbeitszeit in Absprache mit dem LSpR. Die Vergütung beträgt 450,00 € im Monat auf Minijobbasis. Wir sind offen für Verhandlungen bezüglich der Form der Vertragsausgestaltung. Urlaub wird gemäß Bundesurlaubsgesetz gewährt, in den Monaten August und September wird ein Urlaubsanspruch jedoch ausgeschlossen.

Die Stelle des_r Jugendkampagnenkoordinator_in umfasst im Wesentlichen folgende Aufgaben:
 
1. Unterstützung der Landessprecher_innenrates  und des Kampagnenrates bei der Planung und Durchführung der Jugendkampagne zur Bundestagswahl
– enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Landessprecher_innenrat und regelmäßige Teilnahme an dessen Sitzungen
– Koordination, Vor- und Nachbereitung und Begleitung der Sitzungen des Kampagnenrates
– Koordination, Vorbereitung, Bewerbung und Begleitung der geplanten Hochschultour im Ende Juni/ Anfang Juli, insbesondere Veranstaltungsorganisation
– Koordination, Vorbereitung, Bewerbung und Begleitung der Hauptkampagne Ende August und im September, insbesondere Veranstaltungsorganisation

2. Verantwortliche Betreuung der Öffentlichkeitsarbeit
– Redaktions- und Produktionsorganisation etwaiger Materialien
– Ausschreibung und Einholung von Druck- und Produktionsaufträgen
– Koordination der Materialverteilung gegenüber den Basisgruppen, den Mitgliedern und den Gliederungen der Partei DIE LINKE
– Begleitung der Presseöffentlichkeitsarbeit des Landessprecher_innenrates
– Betreuung der Homepage und der Social-Media-Aufritte, sowie Entwicklung von Inhalten
 
3. Nachbereitung der Kampagne
– Abrechung der Ausgaben in Zusammenarbeit mit dem Landessprecher_innenrat
– schriftliche Auswertung der Kampagne
– Vorbereitung eines Workshopwochenendes nach der Bundestagswahl zur Anbidung von neuen Mitgliedern und Gruppen

Von der/m Bewerber_in erwarten wir:
– die Fähigkeit, sich schnell in Arbeitsabläufe einzuarbeiten
– die Fähigkeit, sich mündlich und schriftlich präzise und verständlich auszudrücken
– die Beherrschung moderner Informations- und Kommunikationstechniken
– einen transparenten, kommunikativen und teamorientierten Arbeitsstil
– Beherrschung von Standard-Office-Anwendungen
– Bereitschaft zur Arbeit mit Content-Management-Systemen für Webseiten
– Kenntnisse im Umgang mit Social-Media-Plattformen (insb. Facebook und Twitter)
– Selbständige, gegenüber dem Landessprecher_innenrat weisungsgebundene Arbeitsweise
– Führerschein der Klasse B von Vorteil

Hinweis: Die Arbeit erfolgt gemeinsam im Team mit unserem Landesgeschäftsführer, der ebenfalls stundenweise mit Aufgaben der Jugendwahlkampfkoordination betraut ist.

Migrant_innen, Frauen* sowie Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Bewerbungen inklusive Motivationsschreiben, tabellarischem Lebenslauf und ggf. Referenzen können bis 27. Januar 2017 an konstantin.graefe@web.de oder postalisch an: Linksjugend [’solid] Brandenburg, Alleestraße 3 in 14469 Potsdam geschickt werden.

Für Rückfragen steht Konstantin Gräfe unter 0151/56319531 zur Verfügung.